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Saufnix
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Dieses Thema hat 61 Antworten
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 Akute Hilfe
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Klabauterin ( gelöscht )
Beiträge:

09.01.2005 14:03
#16 RE: ich schaff es nicht Antworten

Hallo Daniela, ist ein Alptraum, was, dieses trink-ich-oder-trink-ich-nicht? Wie viel trinkst du denn normalerweise? Und wie lange schon? Du schreibst, du bist noch nicht körperlich abhängig. Bist du dir da wirklich sicher, wenn du schon mittags eine Flasche Wein öffnen willst? Hast du jemanden, der dich unterstützen könnte (nicht beim Flaschen öffnen...)?

Leider kann ich dir gar nix raten, weil ich selber mitten drin stecke. Hab nur so viel gemerkt inzwischen: weglassen reicht nicht. Meine Suchtmittel, Alk und Kippen, sind so sehr Bestandteil meines Lebens geworden, ich kann sie nicht so einfach rausschmeissen und das war's dann. Ich hatte nun schon recht oft solche "ab-morgen-wird-alles-anders"-Vorsätze, hat natürlich nie geklappt, ganz im Gegenteil. Die Süchtigen-Großspurigkeit: wenn ich paar Bier in der Birne hab und mich an meinen Zigaretten festhalten kann, "weiß" ich ganz genau, ich brauch das gar nicht, ich kann auch ohne, ab morgen. Denkste. Ich muss kleine Schritte machen und in kleinen Schritten denken, aber das ist auch nur was, das ich inzwischen begriffen habe. Angewendet hab ich es noch nicht.

Alles Gute dir und viel Kraft,
die Klabauterin, die heute beim Tee bleiben will


Biene2 Offline




Beiträge: 4.231

09.01.2005 14:05
#17 RE: ich schaff es nicht Antworten

Hallo Daniela,

so wie es mir scheint,besteht bei Dir eine ausgeprägte psychische Abhängigkeit.

Und das kriegt man nicht durch eine einfache Entscheidung in den Griff

Die Psyche wieder unabhängig von der Droge zu machen,erfordert eine Menge Zeit und Geduld....ich kann gut verstehen,was da in Dir vorgeht.

Das Wichtigste für Dich sind jetzt Menschen,die Dir eine Neue (die alte) Art zu leben zeigen bzw. vorleben.

Du brauchst dringend eine SHG mit Gleichgesinnten und am besten noch eine LZT oder ambulante Reha.

In der Zwischenzeit musst Du Dich selbst schon an ein Leben ohne Alk gewöhnen.
Das heisst auch mal Zähne zusammen beissen und über den Saufdruck hinweg gehen...geh spazieren,raus an die Luft...das balanciert das Suchtzentrum aus.
Aber bleib um Himmels Willen nicht dauernd in der Umgebung kleben,indem Du normalerweise trinkst.

So wird das nie was.

Mach das ruhig jedes Mal,wenn es Dich überkommt...flüchte einfach vor Dir und Deinem Druck...das hilft erst mal.

Da es für Dich ja auch keine Alternative gibt,wirst Du wohl oder übel auch lernen müssen,daß man weder von Saufdruck,noch von unangenehmen Gefühlen stirbt.

So,Schultern raus,Kopf hoch und Attacke...und das wünsch ich Dir jetzt nicht akut,sondern für DEine trockene Zukunft!


detlef54 Offline




Beiträge: 223

09.01.2005 14:07
#18 RE: ich schaff es nicht Antworten

Hallo Daniela,ich schaff es nicht!das ist für mich wirklich ein Hilferuf. Du möchtest nicht trinken, aber die Sucht ist stärker, ich habe es am eigenen Laib erfahren müssen,und viele von den Saufnixer auch!!
Es tut mir weh, Dir nicht helfen zu können, denn das kannst Du nur ganzalleine. Alleine in Sinne von..sich eingestehen ,das ich es nicht ohne die Hilfe von anderen schaffen werde,solange Du nicht bereit bist diese Hilfe anzunehmen musst Du dich leider weiter quälen !Dazu gehört auch das Du weiter trinken musst,und hinterher an Selbstmitleid und Schuldgefühlen zerbrichst. So und nicht anders ist es!! und das ist nicht gut so! Entscheide Dich detlef EX Profi


Adobe Offline




Beiträge: 2.561

09.01.2005 14:15
#19 RE: ich schaff es nicht Antworten

Hallo Daniela,

ich verstehe ja, daß es verdammt schwer fällt, mit dem Trinken aufzuhören. Was ich allerdings nicht verstehe, ist, wie ich im gleichen Atemzug sagen kann, ich hab noch eine Flasche Wein und die werde ich gleich öffnen. OK, öffne sie und verschiebe das Nichttrinken auf morgen.

Morgen wirst Du dann zufällig irgendwo eingeladen. Na gut, verschieb es auf übermorgen.

Meine Erfahrung hat gezeigt, wenn man sich einen Termin setzt jetzt höre ich auf und verschiebt es, hat man schon die erste Niederlage. Mir geht das z.B. so mit dem Rauchen. Hatte mir einen Termin gesetzt, den nicht eingehalten und rauche immer noch.



@Barbara

Wenn die Leber schon sehr angegriffen ist, bilden sich oft in der Speiseröhre Varizen. Diese können platzen und man spuckt dann Blut. Viele überleben das nicht.


LG
Adobe


delmo1959 ( gelöscht )
Beiträge:

09.01.2005 14:22
#20 RE: ich schaff es nicht Antworten

Hallo Daniela,
meiner Meinung nach zeigt das nur eins, Du mußt Dir unbedingt Hilfe suchen und wenn es auch noch mal die Entgiftung ist in einer Klinik. Denn jetzt eventuell falsche Scham an den Tag legen ist grundverkehrt.
Um erst mal den Ausstieg aus deiner momentanen Lage zu bekommen halte ich die Klinik für ratsam.
Oder willst Du bis kurz vor deiner LZT so weitermachen?
Was ist wenn Du noch ein halbes Jahr warten mußt?
Bist Du dir sicher das Du dann noch die Motivation hast überhaupt noch was zu unternehmen?
Mir selber ist das vor Jahren auch passiert. Habe bei der Entgiftung gedrängelt entlassen zu werden, habe einfach paar Gründe vorgeschoben und wie gut es mir doch schon geht. Resultat, eine Woche später war ich wieder dort, aber dann habe ich die Zeit dort ausgekostet.
Ich wünsche Dir alles Gute und mache den Schritt in die richtige Richtung.
LG Michael


Max ( gelöscht )
Beiträge:

09.01.2005 14:24
#21 RE: ich schaff es nicht Antworten

Hallo Daniela!
Ich bin überzeugt davon, dass in diesem Forum Dir keiner "Böses" will, andererseits darfst Du nicht erwarten, dass Dir gedanklich jemand zuprostet zu Deiner wirlich? letzten Flasche Wein.
Ich weiss aus eigener Erfahrung, dass es verdammt schwer ist, den gedanklich fixierten ultimativen "Aufhörtermin" auch wirklich einzuhalten. Unzählige Ausreden fallen einem ein, um sich selbst noch einen Aufschub zu gewähren.

Mein Tipp: Schütte die Flasche weg, aber wenn`s wirklich nicht anders geht, dann trinke sie eben mit Genuss (für mich wär`s mittlerweile Abscheu) aus und verabschiede Dich von Deinem "Freund".
Und dann lass es sein. Warum nicht jetzt und heute? Du hast ohnedies vor, damit aufzuhören.

Ich wünsche Dir jedenfalls viel Kraft.
Max


clara1 Offline



Beiträge: 40

09.01.2005 17:13
#22 RE: ich schaff es nicht Antworten

Hallo Aldebaran,

hoffentlich liest Du noch mit. Ich habe einige Fragen bezüglich der Polyneuropathie in den Beinen.

Hat die Polyneuropathie etwas mit (vorausgegangenem) Alkgenuss zu tun? Wie ist die Therapie? Ich nehme an, dass Du inzwischen wieder ohne Krücken laufen kannst. Wie lange hat es gedauert, bis die Schmerzen weg waren?

Ich war so glücklich, dass der Saufdruck aufgehört hat, und jetzt plagen mich die Schmerzen in den Beinen. Jammer...

LG Clara


helena R ( gelöscht )
Beiträge:

09.01.2005 17:57
#23 RE: ich schaff es nicht Antworten

Hallo Clara,

ich bin zwar nicht Aldebaran, antworte Dir aber trozdem auf die Frage.

Alkohol ist ein sehr starkes Nervengift, es greift u.a. auch die Nerven an den Beinen an, man nennt das dann Polyneuropathie.

Es sind sowohl die motorischen Nerven ( die für die Bewegung zuständig sind) als auch die sensiblen Nerven ( für Schmerz, Berührungsempfinden, Kälte, Wärme etc) wie u.U. auch die vegetativen Nerven ( führt zu Ernährungsstörung der Haut) in unterschiedlichem Maße betroffen.Meist kommt es zu als brennend empfundenen Schmerzattacken, häufig mit Wadenkrämpfen.

Wenn man das Gift wegläßt, können die Nerven sich erholen. Meistens tun sie es auch, das dauert allerdings lange, manchmal bleiben aber Restzustände gestörter Nerven zurück.

LG helena


minitiger2 ( gelöscht )
Beiträge:

09.01.2005 18:02
#24 RE: ich schaff es nicht Antworten

Daniela

Dein Thread heisst: "ich schaff es nicht"

Darin der Satz: "hab noch ne Flasche Wein und werde die auch gleich öffnen"

Somit wars wohl nur ein Statement, besonders dringend scheint es Dir nicht zu sein. Letzlich bist Du noch bei "irgendwann hör ich auf, wenns mal passt"...von "JETZT" keine Spur.

Du leidest noch gar nicht so unter deiner Trinkerei, dass Du bereit wärst, wirklich was dagegen zu tun, so aus eigener Kraft.
Deine Entgiftungen hast Du vermutlich zur Wiederherstellung Deiner Trinkfähigkeit gemacht, damit Dein Körper die Trinkerei noch länger mitmacht. Zeitschinderei.

Manche schinden so lang Zeit, bis alles zu spät ist. Ganz wie Du möchtest.

meint

der minitiger


IngeJohanna Offline




Beiträge: 349

09.01.2005 18:16
#25 RE: ich schaff es nicht Antworten

Hallo Clara1,

es kann soweit gehen wie bei meinem Mann, dass die Zehen nach und nach absterben und amputiert werden müssen. Direkt im Zeh hatte mein Mann keine Schmerzen mehr, nur Krämpfe in den Beinen - trinken tut er weiterhin!
IngeJohanna


clara1 Offline



Beiträge: 40

09.01.2005 19:06
#26 RE: ich schaff es nicht Antworten

Liebe Helena und Inge-Johanna,

vielen Dank für Eure Antworten.
Das Entmutigende bei mir ist, dass die Schmerzen erst nach dem Trockenwerden so langsam immer stärker geworden sind.
Gedanken wie: es nützt ja doch alles nichts, alles umsonst,
schleichen sich ein.

Wenn ich eine Idee hätte, wie lange die Schmerzen dauern, würde ich darauf hin leben. Der Arzt, der in Frage kommt, ist wohl der Neurologe. Da werde ich noch mal gestehen müssen: ich bin Alkoholikerin.

Bin richtig down.
LG Clara


henri ( gelöscht )
Beiträge:

09.01.2005 19:19
#27 RE: ich schaff es nicht Antworten

Hallo Daniela,

es ist auf jeden Fall richtig, dass du hier gepostet hast, trotzdem es dir unangenehm ist und du auch von dir enttäuscht bist. Es gibt für dich keinen Grund zu resignieren und aufzugeben. Jeder hier am Board weiß, wie schwer es ist mit trinken aufzuhören.

Ich lese von einer Kostenübernahme für eine Therapie. Das heißt doch, dass du eine LZT beantragt hast. Bis dahin gilt es also, die Zeit so gut wie möglich überbrücken.

Wenn ich mir deine Posts durchlese, sehe ich immer die Aussage „Ich will aufhören“, „Ich habe mir vorgenommen“, aber nie „Ich höre jetzt auf“. Also, alles erst später, nachher, nur jetzt noch nicht. Probier mal die Denkweise umzustellen auf „Jetzt trinke ich nicht“ mit der Betonung auf „Jetzt“. Ist dann vielleicht leichter, trocken zu bleiben.

Ich hatte dir mal die Anschriften von einigen SHG mitgeteilt. Hast du mal eine besucht?
Einige Tipps hatte ich in deinem zweiten Thread erwähnt um gegen den Saufdruck anzukommen.

Gruß Henri


danielaS Offline



Beiträge: 13

10.01.2005 12:02
#28 RE: ich schaff es nicht Antworten

Hallo

Zunächst einmal bedanke ich mich ganz herzlich für eure ehrlichen Antworten, auch wenn ich im ersten Moment verletzt war. Dann aber musste ich einsehen, dass ihr Recht habt und eure Worte nicht hart, sondern aufrichtig sind.

Euch allen gemeinsam ist, dass ihr mir ,,vorwerft“ ich verschiebe das aufhören auf Morgen und Übermorgen usw. anstatt endlich im Jetzt zu leben und aufzuhören.

Ihr habt recht. Ich finde immer einen Grund es nicht zu lassen.

@minitiger2: Du schreibst gar meine Entgiftung hätte nur zur Widerherstellung meiner Trinkfähigkeit gedient, das ist hart, aber vielleicht steckt auch darin ein Funke Wahrheit.

Ich versuche all eure Worte zu beherzigen, denn ich weiß, wenn ich mich nicht gerade angegriffen fühle, dass ihr mir letztlich gewiss nix Böses wollt.

Die Flasche Wein habe ich gestern weder geöffnet noch getrunken, aber leicht ist es mir nicht gefallen. Zuerst bin ich ein wenig an die frische Luft gegangen, dann habe ich mit ner Freundin telefoniert und mich anschließend mit einem Buch im Bett vergraben. Der Saufdruck ist geblieben und nach wie vor vorhanden und ich würde lügen, wenn ich behaupte es fällt mir leicht zu widerstehen.

Wenn ich nur wüsste warum es mir so verdammt schwer fällt mit dem Trinken aufzuhören. Mir wurde in einem vorherigen Thread gepostet, dass es sich anhöre, als mache ich nur eine Trinkpause und höre nicht wirklich auf. Auch darüber habe ich ernstahft nachgedacht und ich habe Angst, dass es wahr ist. Wie aber kann ich mein Vorhaben dauerhaft nichts zu trinken unterscheiden von einer Trinkpause? Bzw. wie kann ich aus der Trinkpause eine dauerhafte Abstinenz machen?

@henri: ich war erst bei einer SHG und werde weiterhin suchen, bin mir nicht sicher, ob ich mich dort wirklich wohl fühle

@ barabaraa: glücklicherweise kann ich dir nicht berichten, ob der Wein geschmeckt hat. Gestern habe ich ihn wie erwähnt nicht getrunken und heute morgen war meine erste Handlung den Wein wegzuschütten.

Nur, mich trennen ja nur wenige Minuten vom nächsten Supermarkt und es wird mir mehr als schwer fallen den ganzen Tag zu überstehen. Das Schreiben hier lenkt mich ab und eure Anteilnahme tut mir gut und ich bedanke mich noch einmal insbesondere für eure konstruktive Kritik…ich hoffe ich kann euch auch später noch berichten, dass ich nüchtern bin

@stormy: ich habe deine Geschichte verfolgt und wünsch dir weiterhin ganz viel Kraft, finde ich toll wie du das meisterst

Danke und lieben Gruß

daniela


barbaraa Offline




Beiträge: 538

10.01.2005 12:17
#29 RE: ich schaff es nicht Antworten

hi daniela,

ich finde es toll, dass du so standhaft warst.

mir liegt auch nichts ferner, als dich in irgend einer weise zu verletzen. ich habe das gleiche auch durchgemacht. wie fast alle anderen hier auf dem board.
ein paar offene worte sind zuerst ein bischen schockierend, aber im endeffekt hilfts.

wünsche dir weiterhin viel kraft. du wirst sehen, es wird von tag zu tag besser werden. vor allen dingen, wenn du auf dich stolz sein kannst.

bis dann
liebe grüsse
barbaraa


Adobe Offline




Beiträge: 2.561

10.01.2005 12:24
#30 RE: ich schaff es nicht Antworten

Hallo Daniela,

daß Du die Flasche heute morgen weggeschüttet hast, verdient schon Respekt. Ich weiß, wie schwer das auf einmal fällt. Widerstehe dem Supermarkt und wenn Du nicht ganz dringend einkaufen mußt, wäre es am Besten, die ersten Tage ihn überhaupt nicht zu betreten.

Ich wünsche Dir, daß Du später wieder berichten kannst, daß Du standhaft warst.

LG
Adobe


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