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Saufnix  
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Dieses Thema hat 1 Antworten
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lucy44 Offline



Beiträge: 120

11.12.2002 00:14
RE: entgiftung, suche erfahrungsaustausch Zitat · Antworten

ich geh im jan zur entgiftung für etwa drei wochen. suche gleichgesinnte die mir ihre erfahrungen mitteilen hierzu geben können. tagesablauf in der klinik usw. wer bsw. in emmendingen war, dass wäre natürlich hilfreich, da diese klinik in meinen zuständigkeitsbereich fällt. danke euch...


bleem ( gelöscht )
Beiträge:

17.12.2002 14:43
#2 RE: entgiftung, suche erfahrungsaustausch Zitat · Antworten

Hallo Lucy,
ich war im März diesen Jahres zu einer Entgiftung in einem Dortmunder Krankenhaus.Es handelte sich hier um einen Altbau mit 2 Toiletten und je 1 Dusche für den gesamten Trakt.
Am Ankunftstag wurde mir zuerst Blut abgenommen um die aktuellen Werte zu ermitteln. Dies geschah in der Folgezeit noch drei weitere Mal innerhalb der 10 Tage die ich in der Klinik verblieb ( muss dazu sagen, dass es normalerweise 12 Tage sein sollten, ich wurde aber auf eigenen Wunsch eher entlassen, da mein Geburtstag anstand).Der erste nüchterne seit ich weis nicht mehr vor wieviel Jahren.
Anschließend wurde noch ein Alkotest durchgeführt, der in meinem Fall noch recht hoch ausfiel. Danach kam ich auf in das Beobachtungszimmer für Neueinlieferungen. Im Laufe des Tages kamen dann verschiedene Ärzte Zwecks Befragung. So genau habe ich das aber nicht mitbekommen,da mein Entzug fürchterlich war und ich aufgrund des Restalkohols noch keine Medikamente bekommen durfte. Erst am Abend bekam ich dann Distraneurin in flüssiger Form und ein Kreislaufmittel.
Am dritten Tag, mein Zustand hatte sich sehr gebessert, wurde ich auf ein anderes Zimmer verlegt und es begann der eigentliche Klinikablauf. Die Regeln und die Hausordnung waren sehr streng und wurden entsprechend überwacht. Es war z.B. verboten, das Gebäude zu verlassen etc. Es gefiel mir und den anderen Patienten nicht sonderlich, im Nachhinein aber sehe ich schon den Sinn.
Der Tagesablauf gestaltete sich so, das wir nach dem Frühstück erst einmal ein Gesprächskreis abhielten ( unter Leitung des Pflegepersonals ). Die Teilnahme war Pflicht. Am frühen Nachmittag wurde Sport gemacht ( Pflicht).
In den Abendstunden stellten sich unterschiedliche Selbsthilfegruppen vor (Pflicht). Zwischendurch wurden verschiedene Arbeitsgruppen angeboten, z.B. Seidenmalerei etc. ( freiwillige Teilnahme). Der Tag war somit ausgefüllt. Zwischendurch war noch um 10 und 18 und 21.30 Uhr die jeweilige Medikamentenausgabe. Die ärztliche Versorgung und die Betreuung durch das Pflegepersonal war ausgezeichnet.Nachts wurden alle 2 Stunden die Zimmer kontrolliert da jederzeit mit Krampfanfällen der Patienten zu rechnen war.
Während meines Aufenthaltes wurde ein gesundheitlicher Komplettchek durchgeführt. Sehr empfehlenswert, da man sich nun darauf konzentrieren kann zu retten was noch zu retten ist.

Sehr hilfreich waren die Gespräche unter den Patienten, alle hatten das gleiche Problem, doch jeder ist für sich gesehen Einzigartig.

Besuch durfte empfangen werden, ist jedoch nicht zu empfehlen.
Als ich die Klinik verließ schwor ich mir: nie wieder

Ich hoffe, Dir ein wenig geholfen zu haben,

Gruß Bleem


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