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Saufnix
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Dieses Thema hat 16 Antworten
und wurde 1.480 mal aufgerufen
 Akute Hilfe
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Klabauterin Offline



Beiträge: 166

24.01.2005 01:42
RE: Rückfall Antworten

Deshalb bin ich auch heute hier dauernd herumgeschlichen, ohne was zu schreiben. Mist. Schäm.
Jetzt ist es raus.
Dabei ging's mir so gut ohne.
Mann oh Mann. Gestern wurde alles zu viel, und was mach ich Dumpfbacke, statt mich einfach ins Bett zu legen und mir zu denken, na, morgen ist ein neuer Tag? Wie ferngesteuert zur Tanke gefahren und drei Bier gekauft. Weil ich einfach nicht mehr wusste, wie sonst mich entspannen, runterkommen, einfach mal kurz abschalten, mal kurz erleichtern und bisschen Wohlgefühl (haha) erzeugen, weil grad Schwierigkeiten, aber papperlapapp, die kann ich nicht dafür verantwortlich machen, denn die Schwierigkeiten sind ja nicht zur Tanke gefahren und haben das Bier geholt und mir zwangseingeflößt. Das hab ich schon selbst gemacht und weiß nicht mal genau warum. Wie ferngesteuert eben. Und heute dachte ich dann, ist ja eh schon wurscht, fühlst dich eh schon so sch...e, dann kannste heute auch noch...

Jetzt fang ich morgen wieder neu an zu zählen bei Null und zur Suchtberatung gehe ich eh. Dabei war ich noch so zuversichtlich, beim nächsten Termin wieder sagen zu können, nee, nix getrunken, das wird schon. Dachte, ich hab's besser im Griff.
Satz mit ix.

Auf diesen Kampf muss ich mich erst noch richtig einstellen. So ganz hab ich das wohl noch nicht kapiert, wie tief ich wirklich drinhänge.

Deprimierte Grüße
die Klabauterin


Hermine 2 Offline




Beiträge: 3.177

24.01.2005 03:12
#2 RE: Rückfall Antworten

Guten morgen Klabauterin, guck mal unter nmail nach.
Dein thread wurd schon geentert von einem, der gar nichts mehr schnallt
Ganz liebe grüße
Hermine


Bakunin Offline




Beiträge: 1.596

24.01.2005 08:49
#3 RE: Rückfall Antworten

hallo klabauterin

sieh es als erfahrung das es nicht so einfach ist.haubtsache du stehst wieder auf und gehst da weiter wo du stehngeblieben bist.allein schon der mut sich die schwäche hier einzugestehn zeugt von deinem willen es wirklich zu wollen.

auf ein neues
weggefährte erik


Depri Offline



Beiträge: 1.848

24.01.2005 08:58
#4 RE: Rückfall Antworten

Aufstehen und weitermachen! Aufgeben gilt nicht!


Andy1 Offline




Beiträge: 1.387

24.01.2005 09:53
#5 RE: Rückfall Antworten

Hallo Klabauterin,

Bitte lasse dich aber jetzt nicht hängen. Du kannst das wieder schaffen, denn du fängst nicht bei "NULL" an.
Du hast schon zuviel gelernt und bist schon enorm gewachsen und hast am eigen Leib und in deiner Seele erkannt, wie schön es ohne Alkohol ist. Vielleicht hast du das nur kurz vergessen. Starte neu durch Klabauterin...wir brauchen dich hier an Board!!!!



Gruß Andy

Kuck mal in deine "nmail"


Klabauterin Offline



Beiträge: 166

24.01.2005 10:22
#6 RE: Rückfall Antworten

Hallo Depri, Hermine, Erik und Andy, ihr Lieben, vielen Dank für eure aufmunternden Worte.
Als ich vor zwei Wochen das erste Mal zur Suchtberatung bin, hat die mir auf den Kopf zugesagt, dass bei mir nach dem, was ich ihr gesagt habe, eine Abhängigkeit vorliegt, und sie hat mir vorgeschlagen, eine Entwöhnungstherapie zu machen.
Nun, das Thema "allein schaffen" wird hier im Forum ja auch immer wieder angesprochen. Jedenfalls dachte ich prompt, Entwöhnungstherapie, nö, wär doch gelacht, erstmal allein versuchen, und zwei Wochen ging es völlig ohne Probleme. Kein Saufdruck, keine Entzugserscheinungen, gar nix. Hab nix vermisst und war schon ein bisschen erleichtert, dass das - scheinbar - so leicht ging.
Pustekuchen. Hab den Feind total unterschätzt. Kaum passiert was negatives, mit dem ich nicht sofort zurechtkomme, kommt wieder der sofortige-Entspannung-durch-Alkohol-Impuls durch. Mir schmeckt's nicht mal. Aber darum ging es auch noch nie.
Na, da erzähl ich ja keinem was neues, aber schreiben tut so gut.
So, jetzt erstmal nen Kaffee kochen und nmails lesen...
viele Grüße und danke, dass es euch gibt,
die Klabauterin


Thebe Offline



Beiträge: 116

24.01.2005 10:31
#7 RE: Rückfall Antworten

Guten morgen Klabauterin,
ich denke alles was ich dir sagen kann, weißt du schon selbst gut genug. Nur schämen solltest du dich wirklich nicht. Das macht alles meist noch schlimmer.
Vor ca. 6 Wochen gings mir genauso wie dir. Ich weiß gar nicht mehr, wie es dazu kam. aber nach fast 3 Mon. ohne Alkohol hat mich plötzlich der Teufel geritten. Zwischen Sixpack besorgen und die erste Flasche aufmachen sind bestimmt keine 30 min. vergangen. Sofort mit dem ersten Schluck kam aber das schlechte Gefühl und die Scham. Ich hab dann versucht mit den übrigen 5 Flaschen dieses Schamgefühl zu ersäufen. Das dies nicht ging ist ja klar.
Der nächste Tag war dann ganz schön hart. Ähnlich wie bei dir, ist ja eh schon egal etc. Ich hab mich allerdings körperlich so schlecht gefühlt, das ich diesen Tag fast völlig verpennt hab. Am 2 Morgen dannach gings schon wieder besser, und dies ist bis heute so geblieben.
Wenn mich etwas belastet oder ärgert schreibe oder lese ich einfach hier im board, und meistens gehts mir dannach wieder wesentlich besser. Also bleib bitte einfach dabei. du schaffst das bestimmt.
Alles Liebe Thebe


StellaLuna Offline




Beiträge: 3.574

24.01.2005 10:41
#8 RE: Rückfall Antworten

Hallo Klabauterin ,

das, was du schreibst, erinnert mich total an meine Geschichte.
Immer wieder dachte ich, ach sooo problematisch ist das bei mir doch nicht, kann ja auch immer wieder aufhören .

Nur, die Trinkpausen wurden stets kürzer, die Trinkmenge immer mehr und die Saufphasen länger , bis ich merkte, ich bin in der Sucht dermassen gefangen, dass ich gar nicht mehr anders kann.

Die vermeintlichen Trinkgründe oder Auslöser wurden immer subtiler, Hauptsache ich hatte einen Grund, und es lag natürlich nur am Umfeld, klar .

Ich muss sehr vielmit Stressbewältigung arbeiten, um zu mir zu kommen, zufrieden zu sein und überlegt zu handeln.

Alleine gelingte mir das nicht, also bin ich nun in einer Gruppe und in einer Suchttherapie, die mir sehr viel über mich lehrt und den Umgang mit mir und meiner Umwelt.

Für mich habe ich festgestellt, dass ich die konstante Abstinenz nur mithilfe einer Fachkraft erreichen kann .

Gehe deinen Weg mir der Beratung weiter, du wirst sehen, das hilft dir ungemein, denn alleine ist es für die Wenigsten zu schaffen.

Liebe Grüsse
Patricia


Mabu ( gelöscht )
Beiträge:

24.01.2005 17:07
#9 RE: Rückfall Antworten

Hallo Klabauterin, Du schaffst es.
Aufstehen, immer wieder Aufstehen ist so wichtig.

Irgendwo hab ich mal den Spruch gehört -
Es ist keine Schande krank zu sein, aber es ist eine Schande, nichts dagegen zu unternehmen - oder so ähnlich.

Wenn ich mir vorstelle, wie oft ich habe wieder aufstehen müssen und eines Tages hat es geklappt - ich schreibe hier absichtlich nicht wie lange es schon klappt, um niemanden den Mut zu nehmen und ich will auch nicht angeben damit.

Mabu


Conny05 Offline




Beiträge: 18

24.01.2005 19:42
#10 RE: Rückfall Antworten

Hallo Klaubauterin,
mir ging es vor 14 Tagen genau wie Dir, ich habe am nächsten Tag aber sofort wieder aufgehört. Fallen ist nicht schlimm, Scham brauchst Du nicht zu haben. Das Wichtigste: Steh auf, fang wieder an, es lohnt sich
Für den neuen Start drücke ich Dir ganz fest die Daumen.
Liebe Grüße
Conny


sumatra ( gelöscht )
Beiträge:

24.01.2005 23:07
#11 RE: Rückfall Antworten



ich denke an dich...

sumatra


Kate39 Offline




Beiträge: 217

24.01.2005 23:40
#12 RE: Rückfall Antworten

Hallo Klabauterin,

mir geht es nich anders als Dir, ich bin schon des öfteren gescheitert, aller Motivation, aller Euphorie zum Trotz.

Manchesmal, bin ich kurz vor dem aufgeben, aber das würde heißen, "ich lasse dem Teufel seinen Sieg", und genau das will ich nicht, deshalb stehe ich immer wieder auf und fange ebend wieder von vorne an, dieses werde ich solange tun, bis ich sagen kann "ich hab`s geschafft".
Hier am Board haben wir ja eine ganze Menge an guten Vorbildern, wir lernen von Ihnen, und auch wir werden das schaffen.

Also fangen wir doch heute beide gemeinsam wieder bei Tag 1 an.

Wünsche Dir viel Glück und Kraft, von beidem benötige ich selbst auch einen ganzen Haufen, um endlich da anzukommen wo ich hin will.


Liebe Grüße Kate


Klabauterin Offline



Beiträge: 166

25.01.2005 01:43
#13 RE: Rückfall Antworten

Hallo ihr Lieben, vielen vielen Dank für all die netten Antworten. Ihr seid wirklich super. Ja, und ich bin auch gar nicht so schlecht, weil ich immerhin den ganzen Abend mit einer Freundin inner Kneipe verbracht und bloß Hagebuttentee getrunken habe.

Zum Thema Alkohol, das ist schon komisch, ich entdecke ein ganz neues Verhältnis dazu, seit ich nichts mehr trinken will: er schmeckt mir nicht, er tut mir nicht gut, ich hab ihn nicht unter Kontrolle, ich mag die Wirkung nicht mehr, und krank macht er mich auch, aber da gibt's diese merkwürdigen, mir selber kaum bewußten Impulse, und hastenichtgesehen, hab ich plötzlich 'ne Bierflasche in der Hand. So wie am Wochenende. Und dann noch eine und dann ist es schon egal, kannste gleich noch eine...

Wie eine schlagartige innere Kapitulation, die von irgendwas ausgelöst wird. Wie Patricia sagt, die Auslöser werden immer subtiler. Und das mit der inneren Zufriedenheit stimmt total. Bei mir hat es auch was damit zu tun, wenn ich mich gefühlsmäßig nicht abgrenzen beziehungsweise keine eindeutigen Grenzen setzen kann, irgendwie anfange zu verschwimmen (na, verschwimmen passt ja prima zum Saufen). Beispiel: jemand will etwas von mir, was ich überhaupt nicht will, aber ich fühle mich unter Druck gesetzt, und wenn es mir dann nicht gelingt, auf meiner eigenen Position zu bleiben und dem Druck standzuhalten, dann sage ich ja, obwohl ich nein sagen will, und beschädige damit meine Integrität. Abgrenzung gescheitert. Und dann grenze ich mich eben durch Alkohol ab, so ungefähr. Weil ich ja dann auch nicht mehr wirklich erreichbar bin. Wie eine innere Immigration, wenn ich es nach außen nicht schaffe, bei mir zu sein und zu bleiben. Geh ich halt nach innen, und das geht mit Alkohol ja so gut. Nur: es geht überhaupt nicht gut, meine Grenzen verschwimmen noch mehr, ich merk's dann bloß nicht mehr so, und die verschwommenen Grenzen fühlen sich plötzlich viel weniger unangenehm an. Dass ich sie durch die Trinkerei sowieso kontinuierlich aufgeweicht habe, begreif ich erst jetzt so langsam.

Hey, Kate, morgen gibt's Tag zwei, gell? Und weil du von Euphorie gesprochen hast, darüber hab ich gerade nachgedacht und festgestellt, dass Euphorie, für die ich sehr anfällig bin, für mich gefährlich ist, wenn es ums Suchtmittel weglassen geht. Ich kriege dann eine Zeitlang so ein Wahnsinnshoch, das aber natürlich nicht anhält, und kaum komme ich dann wieder runter von meiner Superstimmung und vielleicht sogar in eine schlechte rein, ist der Kontrast plötzlich viel zu krass und ich will das Hoch unbedingt zurückhaben. Und dann ist der Weg zurück in die scheinbar tröstlichen Arme dieser Suchtkrake plötzlich wieder viel kürzer.

Ich wünsch euch allen eine Gute Nacht, und morgen gehts weiter mit dem Freiheit üben.
Liebe Grüße
die Klabauterin


Kate39 Offline




Beiträge: 217

25.01.2005 22:35
#14 RE: Rückfall Antworten

Hallo Klabauterin,

ja heute ist Abend zwei, habe nichts getrunken und werde auch nichts trinken.
Muss dir aber ganz ehrlich sagen, das ich dich bewundere, wie Du das schaffst den ganzen Abend in einer Kneipe zu sitzen und Hagebuttentee zutrinken, für mich wäre das momentan unvorstellbar. Schon beim betreten einer Kneipe, würde sich bei mir gleich ein Schalter umlegen und das erste Glas wäre damit schon vorprogrammiert.

Was das Thema Euphorie angeht, diese ist auch für mich sehr gefährlich, zuoft in meinem Leben bin ich schon an ihr gescheitert "Himmel hoch jauchzend und dann zu Tode betrübt", so weiß ich heute, das ich mit dieser ganz vorsichtig umgehen muss, was mir leider nicht immer leicht fällt.

Auf das wir auch Morgen, das erste Glas wieder stehen lassen, damit wir das zweite nicht trinken müssen.


Liebe Grüße Kate


Klabauterin Offline



Beiträge: 166

26.01.2005 00:12
#15 RE: Rückfall Antworten

Hallo liebe Kate, jeder ist anders, was? Bewundern brauchst du mich jedenfalls überhaupt nicht. In Gesellschaft/Kneipen/auf Partys zu trinken hat mir schon lange keinen Spaß mehr gemacht. Denn nach einem Bier will ich dann das zweite, nach dem zweiten will ich das dritte, und entweder ich lass es bei einem oder zweien, dann kann ich mich auf nix mehr konzentrieren, weil mein Gehirn sehr aufdringlich "will mehr" funkt, oder die Trinkerei gerät außer Kontrolle und dann genieße ich den Abend eh nicht mehr und schäme mich auch noch am nächsten Tag. So oder so hab ich in letzter Zeit immer Paranoia geschoben ("merkt man mir was an"?). Viel leichter, es gleich bleiben zu lassen. Die meisten meiner Freunde trinken auch mal nix oder nur ein Bier, also kommen auch keine komischen Bemerkungen.
Total schwierig ist für mich, wenn ich abends allein zuhause bin. Ich bin so 'ne Frusttrinkerin. Deprimiert? Erst mal 'n Bier. Probleme? Noch 'n Bier. Negative Gedankenspiralen? Ach, trinkste halt noch eins, es geht dir doch sooo schlecht zur Zeit.
Heut ist so'n Abend, wo's mir schwerfällt, und sich dauernd der Gedanke einschleicht, ach, heute noch, kannst ja morgen wieder aufhören... bah, igitt. Werd gleich noch 'ne Kanne Tee kochen...
Liebe Grüße und schlaf gut
die Klabauterin


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