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Saufnix  
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Dieses Thema hat 150 Antworten
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 Akute Hilfe
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Max mX Offline




Beiträge: 5.878

18.07.2005 16:06
#91 RE: keine Ahnung wie weiter Zitat · Antworten

hallo Gaby,
"Erst als es 100 % NICHT mehr ging, ab da ging es plötzlich." - "Kannst du das nochmal genauer beschreiben? Betraf das auch Beruf, Besitz, Kinder?"
Betraf NICHT Beruf, die Chemie ist unbestechlich. Betraf nicht meine Kinder, die merkten sofort dass ich jetzt wie ein echter Mensch lebe. Betraf Besitz? Weiß ich nicht, aber klar ist dass ich mich sofort von jedem Besitz getrennt hätte, falls . .
"es"!! ging nicht mehr. Was? Ich war GEWISS, dass mit Sprit JETZT der Anfang vom Ende war, vor dem Finale ohne Wiederkehr, in die Hölle, in das Nichts, in das Nicht-mehr-verantworten-können trotz allen Wollens, sehenden Auges gelähmt verfolgen dass alles ohne Wert und zuEnde ist.
Und das alles bei meinen reichlich vorhandenen Fähigkeiten, oh weh!!! Mein ganzes Fundament brach zusammen - so wie die Steinlawine für Jahre hält und dieses kleine Gramm Übergewicht lässt alles rutschen. Und ich sehe mit urplötzlich visionärer Helligkeit dieses alles, und ich will es nie wieder, NIEMALS WIEDER. "Max, du musst nicht wissen wie Trockenheit überhaupt geht" hatten sie zu mir gesagt, aber du musst es ehrlich wollen". Willst du?" Und ich konnte bloß noch nicken, während das Nichts über mir zusammenbrach. Da nahmen sie mich mit bis zur Ernüchterung, und seit dem geht "es". lieben Gruß Gaby, Max


Max mX Offline




Beiträge: 5.878

18.07.2005 16:09
#92 RE: keine Ahnung wie weiter Zitat · Antworten

ich lese das eben noch einmal, es klingt mir so pathetisch, und dennoch ist es wahr. Genauso war es. Und ich bin dankbar dafür, bis heute. Meine Dankbarkeit ist viel größer als all die mühseligen Jahre in Einsamkeit trotz Frau.


Patrizia Offline




Beiträge: 535

18.07.2005 16:17
#93 RE: keine Ahnung wie weiter Zitat · Antworten

Hast du denn deinen Eltern dann trotzdem den Kaffee gemacht?


Ja, Kaffee kochen ist ja nicht sooo schwer
Warum wolltest du deine Schwiegrellis nicht sehen?

Irgendwie bin ich nicht so gut im Trennen, also dahingehend, dass ich eben nur die guten Seiten sehe und die anderen mal dahingestellt sein lasse.

Das übe ich nun schon jahrelang und durch das Buch ging es!! Dort steht: Man fällt einen Apfelbaum ja auch nicht gleich, nur, weil er ein paar faule Äpfel hat.



Für mich war der Besuch gestern belastend und ich habe mich schlecht gefühlt, als sie endlich gingen


Wieso als sie gingen? Da hättest du dich doch freuen können? Oder war was vorgefallen?



Wenn mein Mann mich nicht mitziehen würde, dann müsste ich alleine los.
Das ist eine wichtige Entwicklung, glaube ich (das alleine los!). Das ist meine Aufgabe zur Zeit - und soooo schwer.


Warum ist das schwer liebe Gaby? Bist du zu müde und antriebslos dazu?


Ich wollte es aushalten mit mir, habe es ja auch hingekriegt.

Hm, und dann wieder gar nicht, stimmt's? Im Urlaub dachte ich auch, ich könnte es aushalten mit mir...aber Langeweile und Frust waren zuuuu schlimm!!!

An einem Abend wollte ich mich aus Kummer im See ertränken und keinesfalls weggehen

Ohje, dann ging es dir aber sehr schlecht im Urlaub. Vielleicht magst du ja mal was zu schreiben, warum du dich so schlimm gefühlt hast.

Ich war ab Tag 1 krank. Dachte erst, es sei ein kurzer Infekt. Dann stellte sich raus, dass es doch was Ernstes war. Wir konnten ÜBERHAUPT nichts unternehmen. Ich lag 14 Tage praktisch nur rum Starrte jeden Tag das Fahrrad an, die Schwimmsachen, sah den anderen glücklichen Leuten beim Baden und Urlaubmachen zu ... Da ging es mir wie dir, alle anderen sind glücklich, nur man selber badet im Elend!!!! UAAAAHHHHHH..dazu kam: Die anderen hatten viele Kinder, ich nur eines, die anderen hatten einen Hund, ich kann keinen haben, bei den anderen ist immer alles schöner, besser, größer!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Fühlte mich wie ein Totalversager!!

Bis später, ich krieg mich schon wieder
Patrizia


Max mX Offline




Beiträge: 5.878

18.07.2005 16:18
#94 RE: keine Ahnung wie weiter Zitat · Antworten

hallo Bernd,
ich verweise auf "meinen Spruch" besser ein Licht anzünden. Dann vergeudest du nicht deine ohnehin zu schwachen Kräfte mit der Weissagung fremden Elends. Aber ich aus Berlin kannte schon so um die 1995 gleich viele aus dem Osten und aus dem Westen. keine großen Unterschiede (mehr). Aber manche raffen das bis heute nicht?! Warum? Weil sie es offenbar nicht raffen wollen.
Mal ein Fakt, wo mit tatsächlich Angst wird: im "Osten" wollen 31 % "die Linken". Ja sind denn die wahnsinnig. Haben sie von Walter Ulbricht (das ist der sächsische Sprachkomiker:grins2 noch immer nicht die Schnauze voll? Rettet das Vaterland, ach was sag ich das Abendland, baut die Mauer wieder auf!! Oder hat hier etwa doch die gute gute Politik versagt? Nein, das kann doch gar nicht sein. Und Petra Pau ist auch noch rothaarig (aber flott sieht sie aus finde ich:grins2, Max


Biene2 Offline




Beiträge: 4.231

18.07.2005 18:05
#95 RE: keine Ahnung wie weiter Zitat · Antworten

Roswitha meint, unsere Kinder saßen gezwungenermaßen in leeren Laufgittern und haben da das Kommunistische Manifest auswendig gelernt, während die Frauen zur Arbeit geprügelt wurden und wir Männer mit Ästen notdürftig versucht haben, etwas Eßbares von den Bäumen zu holen. Die vor ein paar Jahren erfolgte "Freilassung" stellte uns vor schier unlösbare Probleme...

@Bernd,

nette Interpretation...

Na,sooooo schlimm wirds nu auch nicht gewesen sein...

Fakt ist aber für mich,daß ich in der Lage bin zu vergleichen,wie schön es denn bei einer Ganztags-Allround-Versorgung für die lieben Kinderlein ist...wenn Mutti morgens zur Arbeit marschiert...um das Kind um 4 Uhr nachmittags wieder einzusammeln (oder auch noch später).

Ich hab nämlich die ersten 8 Jahre meines grossen Sohnes absolut nichts von dem kind gehabt...und er so gut wie keine Mutter.
Entweder wurde er von Oma,Tagesmutter oder ab dem 3. Lebensjahr von der Vorschul-und später Lehrerin betreut und auch erzogen.

Kann man/Frau halten wie ein Dachdecker...aber ich hab nu den Vergleich...und finds einfach ätzend...für Mutter und Kinder.

Das Ganze spielte sich in Belgien ab...ein Nachbarland,wie die Franzen,die auch für ihr Betreuungssystem hochberümt sind.

Sorry...aber gefunden hab ich mich da auch nicht...


Joosi Offline




Beiträge: 2.036

18.07.2005 18:15
#96 RE: keine Ahnung wie weiter Zitat · Antworten

Hallo Max,

Ich war GEWISS, dass mit Sprit JETZT der Anfang vom Ende war, vor dem Finale ohne Wiederkehr, in die Hölle, in das Nichts, in das Nicht-mehr-verantworten-können trotz allen Wollens

Ja, diese Gewissheit habe ich auch. Die ging mir im November vor fast 2 Jahren auf, nach unzähligen Versuchen nicht mehr zu trinken.

Womit ich mich so wahnsinnig schwer tue, ist, mein Leben aber nun in der Trockenheit so einzurichten, dass es mir gut tut, ich mich nicht so oft überfordert und in die Ecke gedrängt fühle.

Aus deinen Beschreibungen verstehe ich, dass auch du in der ersten Trockenheit ziemlichen "Gegenwind" hattest. Aber zurück konntest und wolltest du nicht mehr, weil das eben das Ende gewesen wäre. Wie aber konntest du nur so klar erkennen, wer und was dir nun alles nicht mehr gut tut? Wie konntest du dir Leute fernhalten, die es übergreifend vermeintlich "nur gut meinten" und dich frei machen von Zweifeln, ob das richtig ist? Wieso hast du dich selbst quasi von heute auf morgen nicht mehr angezweifelt? Vermutlich hast du dich auch vorher nicht angezweifelt. Denn allein durch die Erkenntnis, dass es mit Alkohol nicht mehr geht und dass ich deshalb mit meinen Kräften haushalten kann und keine faulen (belastenden) Kompromisse mehr eingegehen kann, habe ich mich nicht verändert. Ich stehe trotzdem täglich vor einem Eiertanz, mich durchzusetzen, aber mich nicht dabei zu isolieren, da ich darunter dann auch leide.

Auch wenn ich merke, dass mir jemand nicht gut tut, bin ich mir nie sicher, ob es nicht an mir liegt, meiner momentanen Verfassung und ob ich es nicht bereue im Nachhinein jemanden vor den Kopf zu stoßen und so bin ich gelähmt in meinem Handeln z.B. bei den Schwiegereltern.

Liebe Grüße
Gaby


Joosi Offline




Beiträge: 2.036

18.07.2005 18:35
#97 RE: keine Ahnung wie weiter Zitat · Antworten

Hallo Patrizia,


Warum wolltest du deine Schwiegrellis nicht sehen?

Weil ich mich dann immer so vereinnahmt, überrollt, beobachtet und unwohl fühle, was zur Folge hat, dass ich z.B. wortkarg bin, was wiederrum zur Folge hat, dass meine Schwiegereltern mich unhöflich finden. Ich habe in der Vergangenheit auch schon vesucht anzusprechen, was mich stört bwz. was ich gerne anders hätte, aber es wird ignoriert. Ich kriege oft nicht mal eine Antwort darauf. Im Grunde kann ich mit meinen Schwiegereltern gar nichts anfangen, wir haben keine Wellenlänge uns nicht besonders viel zu sagen.



Man fällt einen Apfelbaum ja auch nicht gleich, nur, weil er ein paar faule Äpfel hat.

Ja, aber ich setz mich auch nicht unbedingt drunter und krieg dann dauernd die faulen Äpfel ab.


Ich habe mich schlecht gefühlt, als meine Schwiegereltern gingen, weil ICH MICH den ganzen Nachmittag übergangen hatte und auf meine Bedürfnisse keine Rücksicht genommen hatte, nicht mal Position bezogen hatte, indem ich gesagt hätte, dass ich jetzt gerade mal was anderes machen will. Ich harrte aus, den kompletten Nachmittag zwischen Kaffeetisch und Küche und langweilte mich fürchterlich.

Das alleine losziehen bzw. nur für mich etwas zu tun - ja, das ist so schwer, weil ich Stunden brauche um mich überhaupt aufzuraffen, werde von Sinnlosigkeit befallen, weiß dann plötzlich nicht mehr, warum ich etwas alleine machen soll und mache es dann nicht. Ich musste erkennen - gerade dieses Wochenende - dass ich es mir alleine nicht wert bin. Da habe ich mir ganz schön was vorgemacht. Ich wollte es nicht sehen, dass es immernoch so ist, wo ich doch schon so viele selbständige Sachen mache.

Erst habe ich es nicht hingekriegt, aber dann als ich bereit war wegzufahren, irgendwas zu machen, dann ging es auf einmal. Dabei habe ich aber auch gemerkt, dass es mir so schwer fiel, weil es für mich doch nicht die Mühe wert ist, etwas zu machen, da könnte ich ja auch zu Hause sitzen und warten bis der Tag rum ist.

Mit Krankheit ans Haus gefesselt zu sein, gehört auch zu meinen schlimmsten Frustauslösern! Es ist auch nicht einfach, das zu bewältigen -alleine schon gar nicht. Da ist es schon sehr gut, wenn man einen Partner oder eine Freundin hat und ein bißchen rausgezogen wird.
Hattest du auch Suchtdruck?

Liebe Grüße
Gaby


Faust Offline




Beiträge: 5.519

18.07.2005 18:35
#98 RE: keine Ahnung wie weiter Zitat · Antworten

Hallo Roswitha,

es ist wunderbar, wenn Frau die Wahl hat, ob sie ihr Leben ganz oder nur teilweise auf die Betreuung und Erziehung ihrer Kinder ausrichtet, darüber hinaus einen Beruf ergreift oder ausübt oder auch "nur Karriere" macht.
Diese Wahl hat etwas mit eigenen Ansprüchen, ihrer Erziehung und möglicherweise auch etwas mit Religion zu tun.

So weit - so gut, wenn frau sich mit ihrer Rolle identifizieren kann, ist doch alles in bester Ordnung.

Da kommt dann als nächstes die Frage nach der materiellen Absicherung - oder Abhängigkeit auf.
Gibt es nach der Beantwortung eine Wahl?

Also - wie will ich leben?

Welche Rolle spielt ein Partner dabei - will und kann er das?
Braucht sie überhaupt einen?
Akzeptiert er die Entscheidung der Frau oder hat er andere Vorstellungen?
Was ist, wenn die Beziehung auf Dauer nicht funktioniert?

Fragen über Fragen...

Und keine davon ist ohne den gesellschaftlichen Kontext und
die Rolle der Familie insgesamt zu beantworten.

Wenn es die Randbedingungen nicht hergeben,
ist es erst einmal Essig mit der "Freiheit".

Das behaupte ich erst einmal.

LG
Bernd

Und dann erwarte ich von einer Partnerschaft natürlich noch mehr...


Beachen Offline




Beiträge: 3.654

18.07.2005 18:37
#99 RE: keine Ahnung wie weiter Zitat · Antworten

Hallo Gaby !

Hast du dir schon mal überlegt, ob das ganze nicht "einfach" ein Kommunikationsproblem ist ?

Will heißen, das du nicht deutlich formulierst, was du meinst/willst ?

Ist mir heute wieder aufgefallen, mit dem Satz :
" ... ich glaube ich kann das am WE nicht alleine wuppen" ( sinngemäß).
Warum glaube ?
Warum sagst du nicht, ich will das am WE nicht alleine machen ?
Da weiß dein Mann doch nicht wirklich, woran er ist und er denkt, das packt die schon .... weil sie "glaubt" ja nur.

Die Kommunikation zwischen Mann und Frau ist sehr schwierig .
Kennst du schon mein Parade-Beispiel mit der Autobahn ?
Also, Mann und Frau auf der Autobahn, sie muß pinkeln, sagt das aber nicht so, sondern frägt, ob er nicht mal ne Pause machen will.
Er sagt nein, er will keine Pause machen sondern durchfahren.
Sie fühlt sich enttäuscht und verletzt, weil er keine Rücksicht auf sie nimmt und ihre Bedürfnisse nicht erahnt.

Verstehste was ich meine ?
Vielleicht frägst du deinen Mann auch nach einer Rast, sagst ihm aber nicht das du pinkeln mußt. ( Natürlich jetzt im übertragenen Sinne ...)
Und kein Wunder, dein Mann weiß nicht was Sache ist.
Vielleicht erwartest du auch, das er deine Bedürfnisse "erahnt" und bist gekränkt, wenn er das halt nun mal nicht immer riechen kann.

Mir scheint auch, du scheinst immer vorherzudenken, was dein Mann denken/reagieren könnte.
Da triffst du schon irgendwelche Entscheidungen und Erklärungen im Vorfeld, wo du noch garnicht weißt, was überhaupt passieren wird.

Gaby, das ist so mein Eindruck, als hättet ihr ( vielleicht) nur ein riesengroßes Kommunikationsproblem.

Sodele, Grüßle von der
Bea <--- die doch mal Partei für die Männerwelt ergreifen mußte ( gell @ Spieler ? :sly


Patrizia Offline




Beiträge: 535

18.07.2005 19:00
#100 RE: keine Ahnung wie weiter Zitat · Antworten

@Bea und Gaby,
ja Bea, ich kann mir das auch gut vorstellen, dass es sich um ein Kommunikationsproblem handelt. Bei uns isses genauso. Bin auch dagegen, die Männer zu verurteilen.

LG
Pat


Patrizia Offline




Beiträge: 535

18.07.2005 19:07
#101 RE: keine Ahnung wie weiter Zitat · Antworten

Hallo Gaby,
das mit den Schwiegereltern könnte auch ein Kommunikationsproblem sein. Bei meinen Eltern läuft es ähnlich ab. Ansprechen bringt nichts. Habe mir mehr und mehr angewöhnt, das Heft in die Hand zu nehmen. Also z.B. Gesprächsthemen nicht nur ihnen zu überlassen. "Meine" Musik-CDs hören, wenn sie da sind. Vorschläge für einen gemeinsamen Spaziergang machen. Und wenn sie die Nase rümpfen, weil ich offensichtlich anders lebe als sie und andere Ansichten habe, ist mir das mittlerweile schnuppe. Hat aber laaaaaange gedauert. Klappt auch nicht immer. Außerdem: Besuche finden nur noch selten statt und sind kurz...Vielleicht wird es mal wieder anders, aber momentan ist es für beide Seiten von Vorteil. War schon drauf und dran, die Beziehung zu kappen. Die Lösung wäre für mich aber keine, weil ich meine Eltern trotz aller Verschiedenheit liebe. Wenn du deine Schwiegereltern magst könntest du das ja genauso halten. Wenn nicht, würde ich SEEEHR auf Distanz gehen. Meine damit: Ein wenig gegenseitiger Respekt und Zuneigung müssen vorhanden sein.

LG
Pat


Biene2 Offline




Beiträge: 4.231

18.07.2005 19:08
#102 RE: keine Ahnung wie weiter Zitat · Antworten

Hallo Bernd,

genauso isses...

Leider...ist alles nicht das gelbe vom Ei...

Bei uns ist es so,daß auch mein Mann als Schlüsselkind gross wurde,weil meine Schwiegermutter "was für die Rente tun wollte"...war/ist ja auch Essig.
Mein Mann hat darunter schwer gelitten.

Als wir zusammenkamen kamen wir dann auf das Thema Kinder...zuallererst wollte ich gar keine mehr...nicht mehr unter solchen Umständen.
Und er wollte auch nicht,daß seine Kinder zu Schlüsselkindern mutieren.
Ergo war bei uns alles in bester Butter diesbezüglich.

Dann kam noch die Firma,wo ich ja auch arbeitete,aber eben am Rechner,Zuhause.
Im Moment kriegen wir Hartz4 und kommen damit auch klar.
Ergo wird es für uns auch in Zukunft so bleiben.
Er wird wieder arbeiten gehen (jobbt auch jetzt schon) und ich kümmere mich um die Kids...
Ansonsten hätte ich auch kaum noch 4 auf die Welt gesetzt....


Patrizia Offline




Beiträge: 535

18.07.2005 19:09
#103 RE: keine Ahnung wie weiter Zitat · Antworten

Man fällt einen Apfelbaum ja auch nicht gleich, nur, weil er ein paar faule Äpfel hat.

Ja, aber ich setz mich auch nicht unbedingt drunter und krieg dann dauernd die faulen Äpfel ab.

Nein, aber die Guten kann man doch genießen und die Faulen ignorieren? DRUNTERSETZEN wäre wirklich etwas ungeschickt, ÄHRLICH Gaby!!!

Pat


Patrizia Offline




Beiträge: 535

18.07.2005 19:16
#104 RE: keine Ahnung wie weiter Zitat · Antworten

Erst habe ich es nicht hingekriegt, aber dann als ich bereit war wegzufahren, irgendwas zu machen, dann ging es auf einmal.

Und genau das, liebe Gaby, soll man soooooo lange üben, bis es in Fleisch und Blut übergegangen ist. Das Gefühl würde sich zu allerletzt anpassen. Erst tun, auch wenn es einem vorkommt als würde man schauspielern. Nicht fragen, ob du es dir wert bist, sondern einfach machen.
Bei mir war die Erfahrung enorm, als mich mein Partner im Urlaub einfach rauszog. Vorher lag ich heulend rum. Hab mich selber nicht mehr verstanden.

LG
Pat


Joosi Offline




Beiträge: 2.036

18.07.2005 21:14
#105 RE: keine Ahnung wie weiter Zitat · Antworten

Hallo Patrizia,

ich habe grundsätzlich nichts gegen meine Schwiegereltern gehabt. Ich habe nur enorme Schwierigkeiten mich gegen Übergriffe abzugrenzen bei ihnen (nicht nur bei ihnen :rolleyes, darunter hat nun auch gelitten, dass ich sie eigentlich mochte früher.

Im Grunde ist schon gegenseitiger Respekt und Zuneigung da - auch von meinem Schwiegereltern. Sie können aber nicht damit umgehen, wenn ich etwas nicht möchte. Meine Schwiegermutter fühlt sich sofort persönlich angegriffen und sie hat sehr, sehr verwechselt das nicht sie die Mutter, sondern ich die Mutter von meinem Kind bin. Es hat über 2 Jahre gedauert, bis sich aufhörte sich ständig Sorgen zu machen, ob es dem Kleinen gut geht - hinter jedem Babyweinen vermutete sie gleich furchtbare Krankheiten, die sie mir aufs ausführlichste schildern wollte, schickte meinen Schwiegervater im Frühjahr 100 km weit zu mir (ohne Voranmeldung natürlich) und lies ihn eine Wolldecke bringen, weil sie Angst hatte, dass der Kleine nachts friert. (Er hat eine Bettdecke :rolleyes Sie fährt dann ihren Film ab und meint sie muss helfen, retten, versorgen (Helfersydrom ). Am Anfang hatte ich es
noch gelassen gesehen oder sogar manchmal drüber gegrinst, aber nachdem sie bei jedem Besuch den Kleinen sorgenzerfurcht anblickte und es einfach nicht akzeptieren wollte, dass er (u.a.) z.B. keinen Tee oder Saft mag und auch immer wieder gegen meinen Willen versuchte, ihm welchen einzuflösen, war es irgenwann vorbei mit meiner Toleranz. Gespräche haben nichts geholfen. Sie hat einfach den Raum verlassen, wenn ich ihr z.B. sagte, warum ich nicht will, dass er Saft trinken muss, wenn er ihn doch auch nicht mag. Seitdem ist es aber für mich Stress, wenn Schwiegermutter kommt. Mein Sohn mag sie und fühlt sich wohl, wenn sie mit ihm spielt - nur deshalb versuche ich mich zu arrangieren. Ansonsten würde ich es auf 2 kurze Höflikeitsbesuche im Jahr beschränken.

Na, und in Sachen Apfelbaum: wenn meine Schwiegermutter bei uns einfällt, dann ist es für mich als ob sich ein riesieger Apfelbaum über mir ausbreitet und was da für faule bedrohliche Riesenäpfel hängen da ist es wirklich schwer sich zu entspannen...

Ich werde dran bleiben und machen, machen, machen. ..ich hoffe, du auch!

Liebe Grüße
Gaby


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